Golfschlägerberatung

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4. Hybride

 

In den letzten Jahren erfreuen sich die sogenannten Hybrids, auch Utilities oder Rescues genannt, zunehmender Beliebtheit. Sie ersetzen die kürzeren Hölzer (7, 9, 11), vor allem aber die langen Eisen. Sie sind sozusagen ein Zwischending zwischen Holz und Eisen: Die Schlägerköpfe sind fast so groß wie die der Hölzer, die Schaftlängen entsprechen aber meist denen der Eisen gleichen Lofts. Hybrids sind deutlich einfacher zu spielen als die entsprechenden Eisen. Sie lassen die Bälle höher und weiter fliegen, erleichtern Schläge aus dem Semirough und finden sich deshalb heute auch schon in den Bags vieler Tour-Pros.

Wie bei allen anderen Schlägerarten gilt auch für die Hybriden: Die Numerierung handhaben nicht alle Schlägerhersteller gleich: Ein Hybrid Nr. 3 hat z. B. bei TaylorMade 19°, bei Cleveland 22°. Achten Sie deshalb bitte jeweils auf die Angaben zum Loft in Grad. Wenn Sie beispielsweise ein Eisen 3.
 

5. Eisen

Die Schlagflächen sind groß und die Gewichte im Schlägerkopf sind weit unten, hinten und seitlich angeordnet, wie bei den Drivern und aus demselben Grund: Der Schläger soll Ihnen verzeihen, wenn Sie den Ball nicht ganz mittig treffen, und trotzdem weit und gerade fliegen.

Die Sohlen sind auch bei den langen Eisen breit, um „fette“ Schläge zu vermeiden (das sind solche, die zuerst den Boden berühren und dann den Ball) und das Spiel aus dem Rough zu erleichtern.

Die Schlagflächen haben Offset, d. h. sie sind etwa zurückgesetzt, um den Slice insbesondere bei den längeren Eisen zu vermeiden.


 
Weiter fortgeschrittene Spieler mit höherer Schwunggeschwindigkeit verlangen dagegen nach Schlägern, bei denen nicht die Fehlerverzeihung, sondern Kontrolle, Gefühl und Rückkoppelung im Vordergrund stehen. Das wird erreicht durch kleinere Schlagflächen, gleichmäßigere Gewichtsverteilung im Schlägerkopf, die Verwendung von weicherem Spezialstahl oder andere Produktionsverfahren (schmieden statt gießen). Sehr gute Spieler mit einstelligem Handicap verwenden häufig sogenannte Blades oder Muscle Backs, deren Schlagköpfe schmale Sohlen und Toplines sowie kleine Schlagflächen und fast glatte Rückseiten aufweisen. Anbieter sind u. a. Taylor Made, Cobra, Cleveland, Mizuno, Nike, Bridgestone und vor allem Titleist.
 
Zur Wahl des geeigneten Schaftes verweisen wir auf die obigen Ausführungen. Die Eisen eines klassischen Satzes haben beim Loft 4°-Sprünge bei den kurzen und 3°-Sprünge bei den langen Eisen:
  • Pitching Wedge:  48°
  • Eisen 9:  44°
  • Eisen 8:  40°
  • Eisen 7:  36°
  • Eisen 6:  32°
  • Eisen 5:  28°
  • Eisen 4:  25°
  • Eisen 3:  22°
  • Eisen 2:  19°
  • Eisen 1:  16°
Diese Angaben gelten heute noch für die sehr sportlichen Eisen, z. B. Blades. Bei den Eisen für den „Durchschnittsgolfer“ sind die Hersteller in den letzten Jahren zu niedrigeren Lofts übergegangen, z. B. 40° für ein Eisen 9, 33° für ein Eisen 7, 25° für ein Eisen 5. Wenn Sie neue Schläger testen und z. B. mit einem aktuellen Eisen 5 weiter schlagen als mit Ihrem alten, kann das also im wesentlichen daran liegen, daß der Loft des neuen Schlägers einfach 3° niedriger ist als bei Ihrem alten.

 

Wie viele Eisen benötigt man nun tatsächlich? Die Beantwortung dieser Frage hängt wieder einmal ab von Ihrer Schwunggeschwindigkeit. Je geringer diese ist, desto mehr lange Eisen sollten Sie durch Hybridschläger ersetzen. Selbst in den Bags der Pros finden sich heute das Eisen 1 überhaupt nicht mehr und das Eisen 2 nur noch selten, weil zu schwer zu spielen; für den Freizeitgolfer sind diese Eisen deshalb erst recht bedeutungslos. Das Eisen 3 sollte nur im Bag haben, wer es konstant mindestens180 Meter Carry schlägt, für die Eisen 4 und 5 sind die Mindestlängen 160 und 140. Wer diese Längen nicht erreicht, ist i. d. R. mit entsprechenden Hybriden besser bedient. Wir verkaufen deshalb heute die meisten Herrensätze ab Eisen 5 und die Damensätze ab Eisen 6, die dann durch Hybridschläger ergänzt werden.
 

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6. Wedges

 

So heißen die ganz „kurzen“ Eisen mit Lofts von ca. 48° aufwärts, die für das kurze Spiel verwendet werden, hauptsächlich also für Schläge auf das Grün aus geringer Distanz. Weitest verbreitet sind das Pitching Wedge (PW), immer als kürzestes Eisen in einem Satz bereits enthalten, und das Sandwedge (SW), geeignet für Bunkerschläge auf das Grün oder Schläge aus hohem Rough; viele Eisensätze umfassen auch schon das Sandwedge.

Daneben gibt es vor allem das Gap Wedge, das mit ca. 52° die relativ große Lücke zwischen SW (ca. 56°) und PW (ca. 48°) schließt, und das Lobwedge mit ca. 60°, mit dem aus kurzer Distanz hohe Hindernisse überspielt werden können. Je höher der Loft, desto kürzer die Schlagweite, desto steiler der Abflugwinkel und desto höher der Ballflug. Neben dem Loft spielt bei Wedges der Bounce-Winkel eine zentrale Rolle. Er mißt den Winkel zwischen Schlägersohle und Boden. Ein niedriger Bounce ist geeignet für Schläge vom Fairway, ein hoher Bounce für Schläge auf weichem Untergrund (Sand, Rough). Gute Spieler schlagen ein Wedge mit vollem Schwung so, daß der Ball beim Auftreffen auf dem Grün kaum mehr rollt; sie benötigen beim Schlag auf das Grün jeweils den Schläger, der exakt zur Distanz und zum Schwung paßt und haben deshalb i. d. R. drei, häufig sogar vier Wedges im Bag. Alle großen Hersteller haben eine für den Freizeitgolfer ausreichend große Auswahl an Wedges im Programm. Die größte Vielfalt an Wedges mit hoher Zahl an Kombinationen von Loft und Bounce bieten Cleveland und die Marke Vokey von Titleist.
 

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7. Putter

Zuletzt kommen wir zum wichtigsten Schläger überhaupt, dem Putter. Warum ist er der wichtigste? Weil ca. 40 % aller Schläge mit ihm erfolgen, und zwar über alle Spielstärken hinweg, vom Tour Pro bis zum Einsteiger! Dennoch wird ihm, insbesondere bei männlichen Amateurgolfern, häufig weit weniger Beachtung zuteil als dem Driver. Pros dagegen widmen dem Putter und dem Putten allergrößte Aufmerksamkeit, denn er ist einfach spielentscheidend. Von Bernhard Langer heißt es, er habe 40 Putter. Wir Freizeitgolfer benötigen sicher ein paar weniger, aber der ambitionierte Amateur sollte durchaus nicht nur einen im Bag haben, sondern auch an anderen Orten, wo problemlos geübt werden kann. Eine Weisheit erfolgreicher Hobbygolfer lautet: Ein Putter steht in der Ecke eines jeden Raumes, der einen ordentlichen Teppichboden hat; auf dem Flur, im Eßzimmer, im Büro. Überall dort kann man zwischendurch ein bißchen üben.

 

Und bei keinem anderen Schlag wird das Üben so belohnt wie beim Putt. Der Putt ist nicht nur der häufigste, sondern (neben dem Chip) auch der einzige Schlag, bei dem der Amateur die Chance hat, sehr nah an den Pro heranzukommen. Bei Schlägen auf das und auf dem Fairway spielen körperliche Fitneß, Beweglichkeit und auch Kraft eine mitentscheidende Rolle. Um einen Ball 190 Meter (Carry) weit zu schlagen, benötigt ein fortgeschrittener kräftiger Amateur vielleicht ein Holz 5, viele Freizeitgolfer schaffen das mit dem Driver kaum. Für Ernie Els ist es das wesentlich besser kontrollierbare und präzisere Eisen 4. Beim Putt dagegen setzt die Physis dem Freizeitgolfer keine Grenzen; es geht allein um – trainierbare – Geschicklichkeit und Routine. Für die Auswahl des Putters kann man, anders als bei den übrigen Schlägern, kaum generelle von der Spielstärke abhängige Entscheidungshilfen geben. Alles sollten und können Sie nur durch ausgiebiges Probieren herausfinden: Benötigen Sie auf dem Schlägerkopf in der Aufsicht eine Markierung für die Schlagrichtung? Liegen Ihnen die Mallet-Form, das traditionelle Blade oder eine der vielfältigen großvolumigen Schlägerkopfformen wie „2 ball“ oder gar „3 ball“? Möchten Sie ein Offset, wenn ja, in Form eines entsprechend gebogenen Schaftes oder eines Knicks im Hosel (L-Neck)? Sollte es ein gerader Schaft ohne Offset sein, und soll er an der Ferse (heel-shafted) oder in der Mitte (center-shafted) des Schlägerkopfes montiert sein? Benötigen Sie 33, 34, 35 oder gar 36 Zoll Schaftlänge, oder möchten Sie statt des konventionell geschwungenen Putters lieber einen ganz langschaftigen, wie ihn neben Bernhard Langer jetzt auch Marcel Siem verwendet? Auf all diese Fragen gibt es keine allgemein gültigen Antworten, Sie müssen einfach probieren! Das vielfältigste Angebot an Puttern und seit Jahren die größte Verbreitung bei Tour Pros haben die Marken Odyssey (Callaway-Gruppe) und Scotty Cameron (Titleist, Acushnet-Gruppe). In den letzten zwei Jahren hat der Putterspezialist Yes insbesondere auf der US-Tour Furore gemacht und nimmt dort mittlerweile Platz 3 ein, knapp hinter Scotty Cameron. Ähnlich wie Sonartec bei Fairwayhölzern und Hybrids ist Yes bei Puttern für viele Pros erste Wahl, ohne daß sie für die Verwendung dieser Schläger bezahlt werden: Yes hat keine Vertragsspieler auf der Tour, sondern nur von der Qualität überzeugte Nutzer!

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8. Schlußbemerkung

 

Lassen Sie sich bei der Auswahl Ihrer Schläger Zeit. Fehler bei der Schlägerauswahl verschlechtern Ihren Score und damit Ihre Laune auf der Runde, füllen unnötig Ihren Golfkeller oder Garage, sind teuer und deshalb einfach nur ärgerlich. Sehen Sie sich deshalb in Ruhe um, probieren Sie, lassen Sie sich kompetent beraten, und kaufen Sie nicht mehr Schläger, als Sie eigentlich brauchen, dafür aber Qualität. Auch als Anfänger und Golfer mit begrenztem Budget brauchen Sie nicht auf Qualität zu verzichten; wir haben immer Auslaufmodelle und Sonderposten, also hochwertige Markenschläger zu sehr günstigen Preisen.
 
Wir denken, daß Sie nach Lektüre dieser Erläuterungen recht gute Voraussetzungen für eine vernünftige Schlägerauswahl haben. Aber selbstverständlich stehen wir Ihnen für weitere Beratung jederzeit gern zur Verfügung. Kommen Sie in unsere Geschäfte oder rufen Sie uns an.