Golfschlägerberatung

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Golfschlägerberatung - Kaufen Sie Golfschläger mit der Golfschlägerberatung vom Experten

 

Im Internet müssen Sie auf gute Beratung für Golfschläger keineswegs verzichten. Unser Ziel ist es, Sie - wie in jedem wirklich guten Fachgeschäft üblich - bei der Auswahl von Golfschlägern zu unterstützen, damit Sie mit Ihrem Kauf zufrieden sind. Wir stellen unser umfangreiches Sortiment sorgsam zusammen und denken, daß jeder Artikel seine Berechtigung hat; aber natürlich paßt nicht alles für jeden. Auf diesen Seiten möchten wir Sie deshalb mit wichtigen Eigenschaften der besonders erklärungsbedürftigen Produktgruppe „Golfschläger"“ und den für die Kaufentscheidung wesentlichen Kriterien vertraut machen, damit Sie am Ende die Frage beantworten können: „Welcher Golfschläger ist der beste für mich?“

Hier wenden wir uns in erster Linie an die mit der Golfschlägerauswahl weniger gut vertrauten Interessenten; für den erfahrenen Golfer wird deshalb nicht alles neu sein. Die nachfolgenden Tips werden vermutlich auch nicht all Ihre Fragen beantworten. Insbesondere bei der Auswahl der Golfschläger hilft am Ende nur das Probieren. Wenn Sie weitergehende Beratung wünschen, stehen wir Ihnen natürlich gern persönlich zur Verfügung, telefonisch unter 030 364 111 666 oder per mail E-Mail an Service.

 

1. Golfschläger - Die wichtigsten Begriffe: Schaft und Loft

2. Golfschläger -Driver

3. Golfschläger - Fairwayhölzer

4. Golfschläger - Hybrids/Utilities/Rescues

5. Golfschläger - Eisen

6. Golfschläger - Wedges

7. Golfschläger - Putter

8. Schlußbemerkung

 

1. Golfschläger - Die wichtigsten Begriffe: Schaft und Loft

 

Callaway, Mizuno, Titleist, Cobra, Nike, TaylorMade, Cleveland, Ping, TopFlite, Odyssey, Scotty Cameron, Yes, Rossa, Never Compromise oder Bettinardi?

Die Frage „Welcher ist der beste Golfschläger?“ können wir nicht beantworten, die Frage „Welcher ist der beste Golfschläger für mich?“ schon. Dafür müssen wir Ihnen allerdings Gegenfragen stellen, vor allem - für alle Golfschlägerarten (außer für den Putter) gleichermaßen – eine: die nach Ihrer Schwunggeschwindigkeit. Daran orientiert sich die für alle Golfschläger eminent wichtige Frage nach dem Schaft, genauer: nach seiner Steifheit, dem sogenannten Flex des Schaftes. Ein langsamer Schwung erfordert einen weichen Schaft, der durch seine Flexibilität während des Schwunges einen „Peitscheffekt“ erzeugt, durch den sich die Schlägerkopfgeschwindigkeit im Treffmoment erhöht und so für einen höheren und längeren Ballflug sorgt. Je schneller Ihr Schwung ist, desto steifer sollte der Schaft sein, da bei schnellem Schwung ein zu weicher Schaft die Kontrolle über den Ball erschwert. Man unterscheidet folgende Flexe:

  • „Ladies“ (L): Sehr weicher Schaft und kürzer als die folgenden Schäfte
  • „Senior“, auch „Light“ oder „Lite“ (M oder A): Weicher Schaft
  • „Regular“ (R): mittelsteifer Schaft
  • „Stiff“ (S): steifer Schaft
  • „Extra Stiff“ (X): sehr steifer Schaft

Diese von der Industrie verwendeten Bezeichnungen sind unter Umständen verwirrend und können zu Fehlentscheidungen führen, denn entscheidend für die Flex-Wahl sind weder Alter noch Geschlecht, sondern eben die Schwunggeschwindigkeit! Eine hochgewachsene und schnell schwingende Dame ist natürlich kein alter Kerl, wenn sie einen „Senior“- statt eines „Ladies“-Schaftes verwendet und ein kleiner älterer Herr, der nicht mehr so schnell schwingt, sollte andersherum keine Hemmungen haben, einen „Ladies“-Schaft zu schlagen! Damenschäfte sind häufig auch für Jungen geeignet, die den Kinderschlägern entwachsen sind.

Wie können Sie Ihre Schwunggeschwindigkeit und damit den erforderlichen Flex ermitteln? Am besten konsultieren Sie Ihren Pro oder einen Berater in einem unserer Geschäfte. Er hat das erforderliche Meßgerät, kennt Sie und Ihren Schwung und wird mit Ihnen die richtige Wahl treffen.

Sie können den für Sie passenden Flex aber auch selbst ermitteln, indem Sie Ihre Schlagweite mit einem bestimmten Golfschläger, z. B. dem Eisen 7, zu Grunde legen. Es zählt der sogenannte „Carry“, das ist die Entfernung vom Abschlag bis zum Auftreffen des Balls. (Die Entfernung bis zu der Stelle, an der der Golfball nach dem Ausrollen liegen bleibt, heißt „Roll“ und ist hier unerheblich.) Entscheidend für ein brauchbares Meßergebnis ist, daß Sie den Golfball bei vollem Schwung gut treffen. Beträgt der Carry des Balls, mit dem Eisen 7 geschlagen, weniger als 90 Meter, ist der Ladies Flex angemessen, liegt er zwischen 90 und 110 Metern, empfiehlt sich ein Senior Flex. Längen zwischen 110 und 140 Metern verlangen einen Regular Flex, und ab 140 Meter Carry mit dem Eisen 7 kann man den Stiff Flex wagen. Extra stiff empfiehlt sich nur für extrem schnell schwingende Golfer und spielt deshalb im Amateurgolf keine Rolle.

Nächste Frage: Golfschläger mit Graphit- oder Stahlschaft? Graphit ist zwar teurer und empfindlicher als Stahl, aber auch leichter; ein Graphitschaft verlagert also relativ mehr Gewicht in den Schlägerkopf und macht den Golfschläger insgesamt leichter und ist deshalb besser zu beschleunigen: mit Graphitschaft schlägt man etwas weiter als mit Stahlschaft. Deshalb sind die meisten männlichen Golfer (und fast alle Damen) mit einem Graphitschaft besser bedient. Nur schnell schwingende kräftige Herren schätzen den Stahlschaft aufgrund seiner höheren Verwindungsfestigkeit und daraus folgender besserer Kontrolle. Männliche Pros spielen fast ausschließlich, Proetten teilweise Stahl, aber zunehmend Graphit. Stahlschäfte gibt es heute nur noch ab Regular Flex.

Für die Auswahl des Schaftmaterials der Golfschläger spielt auch der Loft, d. h. der Neigungswinkel der Schlagfläche in Grad, eine Rolle. Bei den Wedges wählen oft auch solche Spieler Stahl, die für die Eisen und Hölzer Graphit bevorzugen, da im kurzen Spiel Länge meist nicht entscheidend ist. Andrerseits spielen auch Golfer mit Stahlschaft-Eisen häufig Graphit-Hölzer, um bei den niedrigen Lofts eine höhere Schlägerkopfgeschwindigkeit zu erreichen. Driver mit Stahlschäften sieht man deshalb nur noch vereinzelt auf der Tour, bei Amateuren fast gar nicht mehr.

Während Sie also die Auswahl des Schaftmaterials ganz gut selbst erledigen können, ist meist dann der Weg zum Fachmann ratsam, wenn aufgrund Ihrer Körpergröße oder Armlänge der Lie-Winkel (der Winkel zwischen Schlägersohle und Schaft) und/oder die Schaftlänge angepaßt werden müssen. Ob das erforderlich ist, können Sie wie folgt ermitteln: Stellen Sie sich mit Schuhen, deren Absatzhöhe etwa derjenigen Ihrer Golfschuhe entspricht, aufrecht hin, lassen Sie die Arme locker herunterhängen und jemanden die Entfernung von Ihrer Handwurzel bis zum Boden messen. Liegt diese zwischen 85 und 89 cm, werden Sie mit den Standardmaßen gut zurecht kommen. Bei Längen außerhalb dieser Bandbreite sollten Sie Ihren Pro oder einen unserer Schlägerexperten befragen.

Das zweite und noch wichtigere Bestimmungsmerkmal für einen Golfschläger ist der Neigungswinkel der Schlagfläche in Grad, sein Loft. Je steiler (d. h. niedriger) der Loft, desto geringer ist der Abflugwinkel und desto flacher und weiter ist tendenziell die Flugbahn des Balles. Dementsprechend hat jede Schlägerkategorie ihre eigene Bandbreite bzgl. des Loftwinkels:

  • Driver: 6,5 – 15°
  • Fairwayhölzer: 13 – 25°
  • Hybrids: 17 – 32°
  • Eisen: 17° (Eisen 1) – 44° (Eisen 9)
  • Wedges: 46° (Pitching Wedge) – 64° (starkes Lob Wedge)
  • Putter: minimaler Loft im niedrigen einstelligen Bereich, weil der Ball nicht fliegen, sondern rollen soll.

Wie man gut erkennt, überschneiden bzw. überlagern sich die Loftbandbreiten der einzelnen Schlägerkategorien, sodaß man für viele Lofts zwischen zwei oder gar drei Kategorien wählen kann. Auch bei der Auswahl des Lofts innerhalb der Kategorien spielt die individuelle Schwunggeschwindigkeit des Golfers die entscheidende Rolle.

Zu jeder Schwunggeschwindigkeit gibt es innerhalb jeder Schlägerkategorie eine Loftgrenze, die nicht unterschritten werden sollte. Denn jeder Ball muß, um weit zu fliegen, zunächst einmal Höhe gewinnen. Für jeden beliebigen Loftwinkel gilt: Je höher die Schlägerkopfgeschwindigkeit, mit der der Ball getroffen wird, desto höher und weiter fliegt der Ball. Wenn Sie z. B. mit einem Eisen 9 (ca. 44° Loft) einen halben Schwung machen, fliegt der Ball vielleicht 60 Meter. Mit einem leichten Viertelschwung fliegt er nur 30 Meter weit und weniger hoch, mit einem vollen Schwung dagegen 100 Meter und viel höher. Ein voll geschwungenes Eisen 9 läßt den Ball höher und weiter fliegen, als ein mit halber Kraft geschwungenes Eisen 7.

Dies zu verstehen ist außerordentlich wichtig, denn es wird viel Frustration ersparen, weil der Golfer mit diesem Verständnis seine individuellen Loftgrenzen innerhalb der Schlägerkategorien ermitteln kann.

Der durchschnittlich schnell schwingende Golfer wird mit einem 8°-Driver weniger weit schlagen als mit einem 11°-Driver, weil er einfach nicht die Schwunggeschwindigkeit erreicht, die vonnöten ist, um den Ball mit 8° genügend hoch (und damit auch weit) zu schlagen. Aus demselben Grund wird er mit einem Fairwayholz 5 (ca. 18° Loft) vermutlich höher und weiter schlagen als mit 13° und mit einem Eisen 4 (ca. 25° Loft) höher und weiter als mit einem Eisen 2 (ca. 19°).

Generell gilt: je niedriger der Loft, desto länger der Schaft; der eines Holzes 5 ist also länger als der eines Holzes 7, und der eines Eisens 3 länger als der eines Eisens 4. Wichtig für die Schlägerauswahl ist außerdem folgendes zu wissen: die Schäfte von Hölzern sind länger als die von Eisen gleichen Lofts. Ein Holz 7 und ein Eisen 3 haben zwar jeweils ca. 21° Loft, der Schaft und damit der Schwungradius des Holzes ist jedoch ca. zwei Zoll länger. Deshalb erreicht das Holz 7 eine höhere Schlägerkopfgeschwindigkeit und läßt den Ball damit etwas weiter fliegen als ein gleich kräftig geschwungenes Eisen 3.

Daraus ergibt sich für den durchschnittlich schnell schwingenden Herren ein Golfschläger - Set, das typischerweise ideal wie folgt zusammengesetzt ist:

  • 11 oder 12° Driver
  • Fairwayhölzer 4 und 7 (16,5 und 21°)
  • Hybrids mit 23 und 26°
  • Eisen 5 – 9 (28 – 44°)
  • 3 Wedges (dazu mehr weiter unten) und natürlich
  • der Putter

Für die durchschnittlich schnell schwingende Dame könnte das ideale Golfschläger - Set folgendermaßen aussehen:

  • 15° Driver
  • Fairwayholz 5 und 9 (18 und 23° Loft)
  • Hybrids mit 26 und 29° Loft
  • Eisen 6 – 9 (32 – 44°)
  • Wedges
  • Putter

Einsteiger kommen meist zunächst mit weniger Golfschlägern aus, z. B.: Eisen 6-9, zwei Wedges, Putter und für die größeren Distanzen zunächst nur ein Hybrid mit 23 oder 26°. Das Set kann dann sukzessive, entsprechend dem Lernfortschritt, komplettiert werden. Im folgenden gehen wir näher auf die einzelnen Schlägerkategorien ein und geben Ihnen Orientierungshilfen für die Auswahl von Marken und Modellen. Einen der ganz großen Hersteller von Golfschlägern lassen wir in unserem Online-Angebot auf seinen eigenen Wunsch aus: Ping. Dieser Hersteller hat ein komplexes System von zahlreiche Standards, sozusagen Maßkonfektion, das eine persönliche Beratung erfordert; rufen Sie uns dazu an oder besuchen Sie unser Ladengeschäft.

2. Driver

Was ist bei der Wahl des Drivers zu beachten? Für den Anfänger ist die Frage leicht beantwortet: Er braucht idiese Art Golfschläger zunächst gar nicht, denn es ist ein eher schwierig zu handhabendes Werkzeug! Wenn Sie etwas weiter fortgeschritten sind, werden Sie natürlich nicht auf ihn verzichten wollen. Neben der oben behandelten Auswahl des Schaftes sollten Sie – beim Driver noch wichtiger, als bei allen anderen Schlägern - vor allem folgendes bedenken:

 

  • Wählen Sie keinen zu steilen Loft! Viele Freizeitgolfer denken: Je steiler der Loft desto weiter fliegt der Ball. Um weit zu fliegen, muß der Ball jedoch zunächst einmal Höhe gewinnen, und das gelingt nur, wenn Sie einen Loft wählen, der zu Ihrer Schwunggeschwindigkeit paßt, siehe oben! Je geringer Ihre Schwunggeschwindigkeit ist, desto höher sollte der Loftwinkel sein. Nach der oben dargestellten Bestimmung des Schaftes kann man folgendermaßen näherungsweise den „richtigen“ Loft ermitteln: Wer einen „Ladies“-Schaft gewählt hat, wird beim Driver mit einem Loft von ca. 15° gut zurechtkommen. Zum Seniorschaft passen Driver mit 13°, zum Regular Flex ein Loft von 10,5 – 12°. Nur wer wirklich schnell schwingt und „stiff“ spielen kann, wird mit Lofts unter 10,5° glücklich werden. Selbst Tourspieler nutzen heute vielfach Lofts von über 10°. Deshalb sind einstellige Lofts beim Driver für kaum einen Amateurgolfer geeignet.
  • Wählen Sie einen Driver mit großem Schlägerkopf! Bis zu 460 cm³ Schlägerkopfvolumen sind erlaubt, und für die große Mehrheit der Freizeitgolfer ist das auch sinnvoll. Denn so große Köpfe erlauben dem Schlägerkonstrukteur zweierlei: 1) eine große Schlagfläche mit großem „Sweetspot“ (der Teil der Schlagfläche, mit der der Ball getroffen werden sollte); 2) eine optimale Verteilung der Gewichte im opf, nämlich jeweils möglichst weit unten, hinten und außen. All dies dient der Vereinfachung des Spiels: Tiefliegende Gewichte sorgen dafür, daß der Ball schnell Höhe gewinnt (was Voraussetzung für Weite ist, s. o.), und der große Sweetspot sowie Gewichte seitlich und hinten lassen auch nicht mittig getroffene Bälle deutlich gerader und weiter fliegen als dies mit kleinen Schlägerköpfen möglich ist. Selbst Tour-Pros, für die Ballkontrolle wichtiger ist als die Fehlerverzeihung des Schlägers, verwenden deshalb zunehmend große Schlägerköpfe.
  • Für sehr langsam schwingende Golfer ist ein Driver mit Offset förderlich, d. h.: der Schlägerkopf ist etwas zurückgesetzt, sodaß die Schlagfläche nicht mit dem Schaft abschließt, sondern dahinterliegt. Das reduziert den Slice.

3. Fairwayhölzer

Fairwayhölzer sind Golfschläger, die für Abschläge verwendet, werden, für die der Driver zu lang oder zu unsicher wäre, und für große Distanzen auf dem Fairway, z. B. für den zweiten Schlag auf einem Par 5 oder langen Par 4. Außerdem ersetzen sie, da einfacher zu spielen, insbesondere bei langsamer schwingenden Golfern, häufig die langen Eisen. Ein Holz 7 ersetzt z. B. das Eisen 3, Holz 9 das Eisen 4. Die Schäfte der Hölzer sind etwas länger als diejenigen der Eisen mit demselben Loft. Deshalb erreicht man z. B. mit einem Holz 7 eine höhere Schwunggeschwindigkeit und dementsprechend längeren Ballflug als mit dem Eisen 3, das ebenfalls einen Loft von 21° aufweist.

Bei der Auswahl gilt weitgehend dasselbe, was oben zu Drivern gesagt wurde: wählen Sie keine zu steilen Lofts: Ein Holz 3 mit 15° Loft erfordert eine hohe Schwunggeschwindigkeit und ist für die große Mehrheit der Freizeitgolfer auf dem Fairway weniger geeignet. Diese werden mit einem Holz 5 (ca. 18°) oder 7 (ca. 21°) in der Regel zumindest kontrollierter und präziser, meistens auch weiter schlagen. Zusätzlich ist bei Fairwayhölzern zu beachten, daß die Schlagfläche breit und flach sein sollte. Hohe Schlagflächen ermöglichen dem sehr guten Golfer zwar eine bessere Kontrolle des Ballflugs, sind jedoch schwerer zu spielen.